Duft- und Studienreise zu alpinen Kiefern nach Südtirol

vom 08. bis 11. Mai 2013 mit Aromaexpertin und Seminarleiterin Anusati Thumm


Die Gärten von Schloss Trauttmannsdorff

Bei strahlendem Sonnenschein starteten wir am 8. Mai 2013 zur Duftreise ins Pustertal. Unsere Reiseroute führte uns über Meran, wo wir den botanischen Garten von Schloss Trauttmannsdorf besuchten. Speziell begeisterten uns die in allen Farben blühenden Rhododendrengärten, ein in gelb und orange getauchtes Mohnareal, ein Lavendelfeld, die Salbeisammlung, die blühende Iris, der verbotene Garten und der Kiefern- und Zedernwald.



Das Pustertal und die alpinen Kiefern

Nachmittags ging es weiter in das grünste Tal Südtirols mit den drei Zinnen, den grandiosen Felstürmen in den Dolomiten. Wir wohnten im wunderbaren Biohotel der Familie Tauber in Kiens und wurden dort mit vollwertigen Südtiroler Spezialitäten verwöhnt.

Am nächsten Morgen fuhren wir an den Pragser Wildsee. Bereits im Bus erklärte Franz Niederkofler, ein engagierter, ganzheitlich ausgerichteter Forstwirtschafter und in dritter Generation Destillateur der Latschenölbrennerei Bergila, über die Vielschichtigkeit der ganzheitlichen ökologischen Forstwirtschaft. Er schilderte anschaulich und informativ in welchen Höhenlagen welche Baumbestände anzutreffen sind und der Baumwirtschaft in dieser Bergregion.

Bei der anschließenden Wanderung, erfuhren wir von der mühsamen Rückgewinnung von Almen. Er machte uns damit vertraut, wie die Abholzung der letzten Jahre allmählich dazu führt, dass sich wieder eine Vegetation bildet, die für die Hochalmen geeignet ist. Die Problematik der Überwaldung und die Freihaltung von Weideland ist die Hauptaufgabe seines Teams und er wird an die betreffenden Stellen gerufen, vom Land und den privaten Besitzer. Franz „schlägerte“ Latschenkiefern und demonstrierte das Bündeln und Transportieren.

Am Spätnachmittag machten wir Seminar im Hotel zum Thema Wald und den Kieferngewächsen.

Am nächsten Morgen trafen wir uns in Pfalzen wieder mit Franz Niederkofler, unserem Produzenten des PRIMAVERA Latschen- und Zirbelkieferöls. Mit viel Engagement und Enthusiasmus stellte er seine Arbeit vor und beeindruckte uns mit seiner Destille, die komplett umweltfreundlich gebaut ist. Das bei der Destillation produzierte heiße Wasser wird als Fernwärme in 2 umliegende Hotels weitergeleitet. Der Kräutergarten, das kleine Museum und ein Film über die Herstellung von Latschen- und Zirbelkieferöl bildete ein sehr rundes Bild von der außergewöhnlichen Arbeit dieses Familienbetriebs. Zum Abschluß durften wir ein Latschenkieferfußbad genießen.



Nachmittags genossen einige Kursteilnehmer das Fichtennadelritual. Das abdestillierte Pflanzenmaterial wurde aus der Destille angeliefert und 8 Frauen und Männer lagen für ca. 20 Minuten im warmen Destillationsgut und ließen die Düfte und Wärme auf sich wirken. Danach machten wir Unterricht über die Anwendung von Latschen- und Zirbelkiefernöl.

Gruppenbild PRIMAVERA Duft- & Studienreise Südtirol 2013

Die alpinen Bäume Südtirols

Unter den alpinen Bäumen nimmt im gesamten alpenländischen Raum die Zirbel oder Arve eine besondere Stellung ein. Sie wird in vielen Sagen und Märchen beschrieben. Zusammen mit den Lärchen wächst die Zirbelkiefer in den Hochalpen bis an die Baumgrenze auf 2750 m und verursacht von Wind und Schnee nimmt sie oft bizarre Formen an und sieht aus wie in uralten Märchenwäldern. Da Zirben bis zu 1000 Jahre alt werden, erlebten unsere Vorfahren sie  als Symbole für Langlebigkeit, Ausdauer, Stärke und Schutz. Das ätherische Öl der Arve wird deshalb auch bei Angst, Mutlosigkeit und Schwäche eingesetzt. Außerdem absorbiert es schlechte Raumgerüche und hilft uns bei Bronchitis, Durchblutungsstörungen und in der Rekonvaleszens.
Die Legföhre oder Latschenkiefer ist ein niederer, widerstandsfähiger Strauch, der den schlimmsten Schneestürmen trotzt, indem er seine Äste an den Boden anlegt.
Im Alpenraum verwenden die Menschen Latschenkiefernspitzen für Sirup, das ätherische Öl bei Husten und Erkältungen als auch in Einreibungen bei Rheuma und Muskelverhärtungen.

Am Samstag, den 11.5. erwartete uns am Vormittag noch die Vorstellung der Gruppenarbeit, die die Kursteilnehmer erarbeitet hatten und wir freuten uns an den gelungenen Mischungen.

Erfüllt von vielen Eindrücken und gestärkt vom Duft der Bergbäume reisten wir nach einem kleinen Ausflug nach Brixen zurück ins Allgäu. Die Firmenbeschtigung bei PRIMAVERA in Oy-Mittelberg bildete den Abschluß der Reise.

Anusati Thumm


Teilnehmerstimmen:

„Nach unserer Reise kam ich richtig gut gelaunt und frisch nach Hause zurück. Nicht nur an der Seele habe ich die Erholung genossen, sondern auch besonders an der Haut, die viel samtener war nach dem Schwitzen in den Fichten.“
 
Wunderbare Atmosphäre, sehr naturnah, vielfältige Anregungen, Eindrücke, sehr schöne Unterbringung, köstliche Küche, gute Ausgewogenheit von Theorie un, Praxis und Entspannung“
 
„Sehr informativ und die Möglichkeit eine Destille in dieser Form zu besichtigen, was ja äußerst selten ist. Das Hotel ist sehr individuell und somit passend für diese wirklich außergewöhnliche Reise“


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