Duft- und Studienreise Türkei

Das Primavera Taurus Projekt in der Türkei


Duft- und Studienreise vom 20.-26.05.2012:

„Rosengärten“ in Westanatolien


Im gemäßigten Klima Westanatoliens, rund um Isparta, werden heute auf 1200 m Höhe die berühmten Damaszener Rosen kultiviert. Nach 2 Jahren treibt der Rosenstock die ersten Blüten und verströmt 10-15 Jahre lang seinen Duft aus der rosaroten Pracht. Sonnenscheindauer, Luftfeuchtigkeit, Temperaturen und die leicht geneigten, von höheren Bergen umgebenen Hänge in Nordwest- und Nordostlage bieten optimale Bedingungen für den Anbau der Damaszener Rose , der in der Türkei seit 1894 betrieben wird. Inzwischen stammen 70% der weltweit angebotenen Rosenöle aus der Türkei.

Nuri Kalay, der Begründer und Leiter des Duftpflanzenprojekts betreut  ca. 32 Bauern, die nun Rosen im Dorf Göksehüyük auf 1600 m Höhe biologisch anbauen.
Sie haben auf die alten, bewährten biologischen „Garten-Hausmittel“ zurückgegriffen um ihre Rosen zu schützen: zwischen den Rosenstöcken finden sich Knoblauch und Zwiebeln.

Und ebenso wie im kontrolliert biologischen Weinbau wird hier beim Rosenanbau nur mit biologischen Mitteln gespritzt, gedüngt und kompostiert.

Alles duftet nach Myrte und Thymian

IIm Taurusgebirge oberhalb der Stadt Alanya befinden sich die Wildwuchsgebiete von Myrte und Thymian. Der duftende Schönheitsstrauch Myrte als auch „Kekik“- türkischer Thymian, sind wärmeliebende Pflanzen der Macchia (typisch mediterraner Gebüschbewuchs) des Mittelmeerraumes. In ausgewiesenen Gegenden dürfen die hier lebenden Bauern die bio- zertifizierten , wildwachsenden Duftpflanzen artgerecht ernten und daraus wunderbar duftendes Myrtenöl und stark keimtötendes Thymianöl gewinnen.

Alles dufted nach Myrte und Thymian

Vom 20. bis 26.5.2012 reiste unsere Aromatherapie Seminarleiterin Anusati Thumm mit einer Reisegruppe in die Türkei, um den TeilnehmerInnen die Pflanzen, das Destillieren und die Wirkweise der ätherischen Öle näher zu bringen.
Von Sonne und ungewöhnlich kühlen Temperaturen begleitet, nahmen wir zuerst an der Myrtenernte- und Destillation teil.

Die TeilnehmerInnen liebten das zünftige Essen im schattigen Baumhaus neben der Destille und fühlten sich am Abend durchtränkt und gereinigt von den Myrtendüften, die uns den ganzen Tag umgaben.

Unser nächster Ausflug in das Rosenanbaugebiet fand  nach einigen Stunden theoretischen Aromatherapieunterrichts im Hotel 2 Tage später statt. Bedingt durch die vielen Regenfälle und das kühle Wetter im April und Mai gab es noch nicht sehr viele Rosen zu ernten, doch die Bauern nahmen uns dennoch  mit auf  ihre Felder und so ernteten wir immerhin 180 kg Rosenblüten. Müde und doch glücklich saßen wir anschließend neben der Destille, lauschten unserem Projektleiter Nuri Kalay und berauschten uns am Rosenduft.


Der Rückweg führte uns über einen See an einem Styraxhain vorbei, wo wir Näheres zu Styraxgewächsen erläutert bekamen.
Erfüllt von all den neuen Eindrücken und Erlebnissen traten wir die Heimreise an.

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